Verlustgeschäft Bürgerversicherung

Etwa 50.000 Euro im Jahr würde jede Arztpraxis verlieren, sollte in Deutschland eine Bürgerversicherung eingeführt werden. Das zeigt eine neue Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Auch Zahnärzte, Physiotherapeuten und andere Leistungserbringer müssten mit erheblichen Einbußen rechnen: Sie würden – je Beruf – zwischen 15.000 und 62.000 Euro Honorar im Jahr verlieren. Die „Deutsche Apotheker Zeitung“ berichtet ebenfalls kritisch über die möglichen Folgen einer Einheitsversicherung für Ärzte und Versicherte.

Was aber, wenn es so kommt? Ein Grund mehr, die eigene Praxis robust aufzustellen und die Arbeitsproduktivität zu steigern – mit Workshops von doc.advisory.

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Ärztewachstum nicht ausreichend

Die Zahl der Ärzte in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr um rund zwei Prozent auf 378 607 erhöht. Das geht aus der neuen Ärztestatistik hervor, die die Bundesärztekammer (BÄK) am Montag vorgestellt hat. Aus Sicht der BÄK spiegeln diese Zahlen keine gesicherte Versorgung wider. Vielmehr gehe die Schere zwischen Behandlungsbedarf und Behandlungskapazitäten weiter auf. Die Folgen des Demografischen Wandels und veränderter Arbeitsverhältnisse könnten durch den vermehrten Zuzug ausländischer Ärzte nur teilweise kompensiert werden.

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Gesundheitswesen zu langsam für die Digitalisierung

Lesenswert heute: In ihrer Online Ausgabe berichtet die Ärzte Zeitung heute über die Herausforderungen der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Das digitale Zeitalter komme nicht so recht im deutschen Gesundheitswesen an. Die elektronische Gesundheitskarte bleibe ein Torso, die digitale Infrastruktur lasse auf sich warten, das Prüf- und Genehmigungssystem in Deutschland komme mit dem Tempo des digitalen Zeitalters nicht mit. Hier geht’s zum Artikel

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Deutsche zufrieden mit ihrer Gesundheitsversorgung

82 Prozent der Bevölkerung und 93 Prozent der Ärzte sind der Meinung, sie sei hierzulande gut oder sogar sehr gut. Das geht aus einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP hervor. Künftig rechnen die Menschen jedoch mit Leistungskürzungen aufgrund steigender Kosten durch mehr Ältere, technischen Fortschritt in der Medizin und zunehmenden Personalmangel.

Die Gesundheitspolitik der Bundesregierung hingegen bewerten 40 Prozent der Bürger positiv – das sind mehr als in den Vorjahren (2008: 18 Prozent). Anders sieht es unter den Ärzten aus: Von ihnen sind lediglich 25 Prozent von der Gesundheitspolitik überzeugt, 62 Prozent haben hingegen keinen guten Eindruck.

Unbeliebt ist unter Patienten bislang noch die „Telemedizin“, also etwa Online-Videosprechstunden. Für lediglich 22 Prozent der Befragten käme eine solche Sprechstunde infrage, 70 Prozent wollen den Arzt lieber persönlich treffen.

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Deutsche Ärzte sind besser als ihr Ruf

…so titelt das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Jedes Jahr befragt die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Versicherten. Die diesjährige repräsentative Umfrage ergibt: Deutschlands Ärzte sind besser als ihr Ruf. Neun von zehn Patienten geben an, sie hätten ein gutes oder sehr gutes Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt; gleichzeitig loben sie die Fachkompetenz und Freundlichkeit der Mediziner. 93 Prozent schätzen dessen fachliche Kompetenz als „gut“ oder „sehr gut“ ein.

Nur einer von zehn Patienten beschwert sich über zu lange Wartezeiten – deren Kritik ist freilich teils sehr scharf. 47 Prozent der befragten gesetzlich Versicherten gaben an, sie hätten auf ihren Arzttermin gar nicht warten müssen. Privatpatienten sind sogar noch etwas zufriedener beim Thema Wartezeit. Das „Aufregerthema“ Wartezeiten scheint damit eher ein politisch gewolltes zu sein.

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Vertragsärztlichen Versorgung erneut erhöht

Zahlen aus der GKV zeigen: Auf 1.000 Einwohner kommen 4,1 Ärzte. Damit liegt Deutschland um knapp ein Viertel über dem internationalen Durchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtzahl der Mediziner in der vertragsärztlichen Versorgung erneut erhöht.

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Kassen kritisieren IGeL-Angebote der Ärzte

Frauenärzte, Augenärzte und Orthopäden bieten am häufigsten ihren Patienten Leistungen an, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Nach Ansicht der Kassen sind nur wenige davon positiv zu bewerten.

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen (MDS) nimmt regelmäßig die sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) unter die Lupe und ordnet ihre Wirkung von positiv über unklar bis negativ ein.

Nach den gestern veröffentlichten Daten des IGeL-Monitors wirken sich von 41 Angeboten nur drei für die Patienten „tendenziell positiv“ aus. Die übrigen Untersuchungen und Therapien werden mit „unklar“, „tendenziell negativ“ oder gar „negativ“ gekennzeichnet.

„Für manche Facharztgruppen ist Igeln zum Volkssport geworden“, kritisierte MDS-Geschäftsführer Peter Pick. Bei den IGeL-Angeboten gehe es um den Verkauf von Leistungen. Die Information und Aufklärung gerate in den Hintergrund. Pick sprach von „aggressivem Verkaufsdruck“.

Die Ärzte, die ihre Selbstzahler-Angebote fachlich in der Regel gänzlich anders bewerten als die Krankenkassen, wehren sich gegen pauschale Verurteilungen. „Es ist falsch, IGeL unter Generalverdacht zu stellen“, sagte Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Im individuellen Patientenfall könne IGeL durchaus medizinisch sinnvoll sein. Gassen verwies auf eine Versichertenbefragung, wonach diese Leistungen von Patienten verstärkt nachgefragt werden.

Eines zeigen die Ergebnisse aber sehr deutlich: in der Patientenkommunikation liegt noch viel Potenzial. Eine zielgerichtete und bedürfnisorientierte Kommunikation zu IGeL vermeidet den Eindruck von bloßem Verkauf und vermeidet hässliche Titel in der Bild-Zeitung „Abzocke beim Arzt“.

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Medizinische Versorgung – Ärzte sehen Zukunft skeptisch

Laut der Ärzte Zeitung geht eine große Mehrheit der Ärzte geht von Einschnitten im Gesundheitswesen aus. Die Bevölkerung ist optimistischer – und ganz überwiegend zufrieden mit der medizinischen Versorgung. Das sind Ergebnisse des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Sieben von zehn Ärzten seien davon überzeugt, dass eine Versorgung auf dem heutigen Niveau in zehn Jahren nicht mehr für alle gewährleistet werden könne, so Allensbach Chefin Professor Renate Köcher. Entsprechend rechneten die meisten mit einer Versorgungskluft zwischen den verschiedenen Schichten der Bevölkerung, so Köcher weiter.

Die Bürger seien dagegen vorsichtig optimistisch. Zwar erwarte nur jeder Fünfte in den nächsten zehn Jahren eine weitere Verbesserung der Versorgung, aber jeder Dritte gehe davon aus, dass das derzeitige Leistungsniveau gehalten werden kann.

Aktuell seien 90 Prozent der gesetzlich Versicherten mit der medizinischen Versorgung zufrieden. Dieser Befund zeige, so Köcher, dass Leistungsunterschiede zwischen PKV und GKV gesellschaftlich so lange kein Problem seien, wie auch gesetzlich Versicherte auf eine gute Versorgung bauen könnten. Eine Mehrheit der Bevölkerung rechne künftig mit höheren Gesundheitskosten und stelle sich aber auf mehr Eigenbeteiligungen ein. Die Vorsorge für den Pflegefall sei laut Köcher der Bereich, über den sich die Bürger die größten Sorgen machen würden.

Gefahr für die positive Grundstimmung bei den Bürgern läge in den engen Personalressourcen im Gesundheitswesen. Verschärfe sich die Personalsituation weiter, greife dieses sukzessive die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem an.

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Lebenszeit kaufen?

Die Frankfurter Rundschau berichtete am 9.6., dass 67 Prozent der Bundesbürger bereit wären, zusätzliches Geld für eine hochwertigere medizinische Versorgung auszugeben, wenn sie so ihre Lebenserwartung um mindestens fünf Jahre verlängern könnten. Das zeigt die Studie „Gesundheit und Megatrends“ der Firma Adcubum. Während gut jedem Zehnten die Aussicht auf ein längeres Leben gern 100 Euro im Monat wert wäre, würde ein gutes Drittel der Bevölkerung maximal 20 Euro monatlich dafür entrichten wollen.

Und noch eine weitere Studie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Gesundheit, Geld und Alter: Die Deutschen zwischen 40 und 85 Jahren sind insgesamt aktiver und sehen positiver auf das Älterwerden als noch vor 20 Jahren. Das geht aus dem „Deutschen Alterssurvey 2014″ hervor, das Auskunft über Beruf und Ruhestand, Familie und Sozialkontakte, Freizeit und Gesundheit gibt. Rund 6.000 Menschen befragte das Deutsche Zentrum für Altersfragen 2014 erstmals für seine 1996 gestartete Langzeitstudie, mehr als 4.000 zum wiederholten Mal.

Die zweite Umfrage zeigt doch deutlich, man kann Lebenszeit „erwerben“: Gesünder leben und positiv denken. Ein schönes Wochenende wünscht, Ihr Frank Weber

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Digitale Sprechstunde

Telemedizin ist in Deutschland verboten. Das Start-up Teleclinic geht mit diesem Geschäftsmodell dennoch an den Start. Der Krankenversicherer Barmenia macht mit. Der Grund ist das Verbot einer ausschließlichen Fernbehandlung hat seinen Hintergrund darin, dass ein Arzt ein telefonisches oder Online- Behandlungsgespräch mit einem Patienten nur führen darf, wenn er ihn auch persönlich behandelt. Dennoch startet das Telemedizin-Start-up Teleclinic am 1. Juni 2016 sein Angebot. Via Videochat im Internet und per Smartphone können die Patienten derzeit 18 Ärzte kontaktieren. Lesen Sie mehr im heutigen Handelsblatt (PDF)

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Der Arzt, der rechnen kann

So titelte die Welt am Sonntag am 15. Mai 2016 einen Artikel über das Angebot an diversen Studiengängen der Fachrichtung International Health Care Management. Diese bieten für Angehörige des Gesundheitswesens oder der pharmazeutischen Industrie Fortbildungen in den Disziplinen Controlling, Prozess- und Personalmanagement, Marketing oder Risikomanagement aber auch Gesundheitsökonomie.

Fortbildungshungrige Menschen oder solche, die im Gesundheitswesen Karriere machen wollen, werden hier sicherlich viel wertvolles Wissen vermittelt bekommen. Doch zahlen sie dafür auch einen hohen Preis. So kostet die entsprechende Ausbildung an der renommierten Frankfurt School of Finance and Management gute 31.900,– Euro.

Ist das für den niedergelassenen Haus- oder Facharzt von Relevanz? Ein solches Studium eher weniger. Das wäre zu viel des Guten.

Gleichwohl müssen Ärzte heute weit mehr beherrschen als ihr jeweiliges Fachgebiet. Jede Praxis und jede Klinik ist nicht nur ein Ort der Heilung und Genesung, sondern auch ein Wirtschaftsunternehmen mit Warenverkehr und Verträgen sowie komplexen Prozessen und vor allem Angestellten und zunehmend kritischeren Kunden.

Da bietet es sich schon an, in einige wohl definierte Details einzusteigen. Die Zusammenarbeit mit doc.advisory beim Zeit-, Team-, Personal-, Praxis- und Patientenmanagement  setzt Potenziale frei und sorgt für mehr Zufriedenheit und Produktivität im Praxisbetrieb.

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„Geiz ist geil Mentalität“ auch im Gesundheitssektor

Nach Auskunft der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen orientieren sich gesetzlich Krankenversicherte bei der Kassenwahl hauptsächlich am Zusatzbeitrag. Dies belegten auch die Verluste und Gewinne einzelner Krankenkassen, schreibt „Die Welt“ in ihrer Ausgabe vom 17. Mai 2016. Die DAK – mit einem Zusatzbeitrag von 1,5 Prozent derzeit die zweitteuerste Krankenkasse – verlor in den ersten drei Monaten des neuen Jahres fast 150.000 Kunden.

Ein Beleg mehr für die Preissensitivität der deutschen Patienten. Die „Geiz ist geil Mentalität“ findet auch im Gesundheitssektor statt.

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Deutsche haben Probleme, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen

Die Berliner Morgenpost berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass mehr als die Hälfte der Deutschen Probleme haben, gesundheitsrelevante Informationen zu verstehen. Für die erste repräsentative Studie zur Gesundheitskompetenz der Deutschen hat die Universität Bielefeld 2000 Menschen über 15 Jahren befragt. Demnach ist bei 54 Prozent die Gesundheitskompetenz eingeschränkt; bei jedem Zehnten ist die Fähigkeit mit Gesundheitsinformationen umzugehen unzureichend. Damit schneiden die Deutschen deutlich schlechter ab als der EU-Schnitt.

Zielgerichtete Kommunikation mit den Patienten kann Abhilfe schaffen und die Patientenbindung erhöhen.

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Zügige Fortführung der GOÄ-Verhandlungen?

Im Gespräch mit dem „Deutschen Ärzteblatt“ (online) kündigt der neue Vorsitzende des Gebührenausschusses der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, eine zügige Fortführung der GOÄ-Verhandlungen an. Noch vor dem Deutschen Ärztetag solle es weitere Gespräche mit PKV und Beihilfe geben. Zugleich dämpft Reinhardt überzogene Erwartungen: „Die Erwartung, die Ärzteschaft fasst für sich einen Beschluss und dieser werde ganz ohne Dialog mit der Politik und dem Verband der Privaten Krankenversicherungen umgesetzt, ist wenig sinnvoll“. Bisher kritische Ärzteverbände äußern sich in der „Ärzte Zeitung“ verhalten skeptisch.

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GOÄ-Novelle

Der Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) hat das bisherige Verhandlungsergebnis zum Leistungsverzeichnis der GOÄ-Novelle zurückgewiesen und „weiteren Diskussionsbedarf“ festgestellt. Die „FAZ“ zitiert Teilnehmer der Sitzung mit den Worten, es habe sich gezeigt, dass erwartete finanzielle Verbesserungen nicht erreicht werden könnten. Deshalb müsse mit der PKV nachverhandelt werden. Der PKV-Verband kündigt an, mit der BÄK im Gespräch zu bleiben, um das weitere Vorgehen abzustimmen (FAZ, Ärzte Zeitung online).

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