Medizinern drohen Millionenkosten

Unter dieser Überschrift berichtet die Hannoversche Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 9. Oktober darüber, dass möglicherweise alle Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte ausgetauscht werden müssen.

Hintergrund seien Bedenken des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Demnach habe sich inzwischen herausgestellt, dass die bisherigen Kartenlesegeräte, mit denen Ärzte sensible Patientendaten ein- und auslesen können, nicht ausreichend vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt seien. Als neuralgischer Punkt erweise sich das Gehäuse der knapp 400 Euro teuren elektronischen Geräte. Die bislang verwendeten Plastikhüllen sind nicht in der Lage, Daten abzuschirmen und Hacker davon abzuhalten, in die Krankenakten von Patienten Einsicht zu nehmen.

Für die rund 200 000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland bedeuten das technische und finanzielle Belastungen. Es ist damit zu rechnen, dass im Zuge der geplanten digitalen Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Apotheken ab Mitte kommenden Jahres sämtliche Kartenlesegeräte ausgetauscht werden müssen. Kosten: fast 100 Millionen Euro.

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