Medizinische Versorgung – Ärzte sehen Zukunft skeptisch

Laut der Ärzte Zeitung geht eine große Mehrheit der Ärzte geht von Einschnitten im Gesundheitswesen aus. Die Bevölkerung ist optimistischer – und ganz überwiegend zufrieden mit der medizinischen Versorgung. Das sind Ergebnisse des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Sieben von zehn Ärzten seien davon überzeugt, dass eine Versorgung auf dem heutigen Niveau in zehn Jahren nicht mehr für alle gewährleistet werden könne, so Allensbach Chefin Professor Renate Köcher. Entsprechend rechneten die meisten mit einer Versorgungskluft zwischen den verschiedenen Schichten der Bevölkerung, so Köcher weiter.

Die Bürger seien dagegen vorsichtig optimistisch. Zwar erwarte nur jeder Fünfte in den nächsten zehn Jahren eine weitere Verbesserung der Versorgung, aber jeder Dritte gehe davon aus, dass das derzeitige Leistungsniveau gehalten werden kann.

Aktuell seien 90 Prozent der gesetzlich Versicherten mit der medizinischen Versorgung zufrieden. Dieser Befund zeige, so Köcher, dass Leistungsunterschiede zwischen PKV und GKV gesellschaftlich so lange kein Problem seien, wie auch gesetzlich Versicherte auf eine gute Versorgung bauen könnten. Eine Mehrheit der Bevölkerung rechne künftig mit höheren Gesundheitskosten und stelle sich aber auf mehr Eigenbeteiligungen ein. Die Vorsorge für den Pflegefall sei laut Köcher der Bereich, über den sich die Bürger die größten Sorgen machen würden.

Gefahr für die positive Grundstimmung bei den Bürgern läge in den engen Personalressourcen im Gesundheitswesen. Verschärfe sich die Personalsituation weiter, greife dieses sukzessive die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem an.

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