Novellierung der Gebührenordnung

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich erneut für eine zügige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte ausgesprochen. Der innerärztliche Streit habe allerdings die „Durchschlagskraft“ nicht erhöht, mit der das Projekt umgesetzt werden könne (Ärzteblatt.de). Zugleich bekennt sich Gröhe dazu, die Selbstverwaltung der Ärzte erhalten zu wollen. „Ich bin ein Verteidiger der Selbstverwaltung“, zitiert ihn die „FAZ“.

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In Deutschland kaum Zugangsbeschränkungen zum Haus- und Facharzt

In Deutschland gibt es weniger Zugangsbeschränkungen zum Haus- und Facharzt als in anderen europäischen Ländern. Dies ergab ein Ländervergleich des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP), der die ambulante ärztliche Versorgung in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz untersucht hat. Ein Ergebnis: In allen drei Ländern habe die gesamte Bevölkerung „Zugang zu einer umfassenden gesundheitlichen Versorgung unabhängig von Einkommen und Gesundheitszustand”. Allerdings gebe es in der Schweiz und den Niederlanden deutlich stärkere Zugangshürden als in Deutschland, konstatiert das WI. -> Weitere Details

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Rheinland-Studie begleitet 30 000 Menschen jahrzehntelang

Der Frage, warum einige Menschen bis ins hohe Alter gesund sind und andere nicht, will das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn in einer groß angelegten Untersuchung auf den Grund gehen. In dieser s.g. Rheinland-Studie werden bis zu 30 000 Menschen ab einem Alter von 30 Jahren in Bonn und Umgebung über Jahrzehnte hinweg begleitet. Dieses Vorhaben gilt als eines der weltweit größten und innovativsten Gesundheitsstudien.

Lesen Sie mehr in einem Bericht der „Kölnische Rundschau“ vom 22.02.2016

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„Verkaufsthema“ IGeL

Gut jeder zweite gesetzlich Versicherte zweifelt am Nutzen von privat zu zahlenden Leistungen beim Arzt. Die „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL) hätten eher keinen Nutzen, meinen 38 Prozent der Befragten. Sie seien auf keinen Fall nutzbringend, sagen weitere 15 Prozent. Dies geht aus einer aktuellen Forsa- Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse hervor.

Diese Zahlen belegen, dass im „Verkaufsprozess“ der IGeL deutliche Potenziale liegen. Ärzte sind hier dabei, den gleichen Fehler zu machen, den die Banken bereits seit gut 25 Jahren machen – der konkrete Kundennutzen wird zu wenig beachtet und ist nicht Basis der Argumentation.

Selbstredend berücksichtigen wir in unserem Workshop „Patientenmanagement“ auch diese Herausforderung.

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Das Smartphone als digitaler Lotsen für Patienten?

Das Smartphone entwickelt sich zum digitalen Lotsen für Patienten. Davon sind zumindest die Krankenversicherer überzeugt, wie sich auf dem Kongress Vernetzte Gesundheit in Kiel vergangene Woche zeigte.

Gesetzliche Krankenkassen und private Krankenversicherer setzen zunehmend auf digitale Angebote, mit denen ihre Versicherten ärztliche Behandlungen begleiten und ergänzen können. Ob sich aber digitale Angebote in der realen Versorgungswelt durchsetzen werden, ist vor allem von den Ärzten abhängig, die solche Angebote empfehlen und Ergebnisse in die Sprechstunde integrieren können. Eine wesentliche Hürde liegt sicherlich unter anderem noch in den Vergütungsregeln, die die Einbeziehung digitaler Angebote derzeit nur unzureichend abbilden.

Auch wenn die digitalen Angebote nur zur Begleitung oder zur Überbrückung etwa von Wartezeiten dienen sollten und einen Arztbesuch nicht ersetzen können, wird der Trend der Digitalisierung nicht vor den Türen der Arztpraxen stoppen.

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GKV: Verdoppelung der Zusatzbeiträge?

Doris Pfeifer, Chefin des GKV-Spitzenverbandes, rechnet mit einer Verdoppelung der Zusatzbeiträge in den kommenden 3 Jahren. Im Interview mit der „Welt“ macht sie dafür die stark steigenden Ausgaben der Krankenkassen verantwortlich. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband der Ersatzkassen eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung: Wenn die Arbeitgeber nicht mehr an den Kostensteigerungen beteiligt seien, fehle ein wichtiges Korrektiv (Kölner Stadt-Anzeiger). Außerdem drängen die Ersatzkassen auf Korrekturen beim „Morbi-RSA“

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Geschlossenheit bei der neuen Amtlichen Gebührenordnung?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat vor dem Sonderärztetag am kommenden Samstag zur neuen Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zur Geschlossenheit aufgerufen. „Wir dürfen niemandem – weder in der Politik noch sonst wo – einen Anlass bieten, das Projekt der Novellierung der GOÄ wieder einzustellen“, appellierte der KBV-Vorsitzende Gassen. Zwar sei es richtig, die Details der GOÄ neu zu diskutieren, im Grundsatz bestehe aber „überhaupt kein Zweifel daran, dass die Gebührenordnung für Ärzte veraltet ist und der dringenden Überarbeitung bedarf“.

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Pharmadialog

Als Ergebnis des „Pharmadialogs“ könnte die Regierung der Branche den „lang gehegten Wunsch“ erfüllen und helfen, die in Deutschland verhandelten Abschläge auf den Preis zu verheimlichen, schreibt die „FAZ“. „Die Vertraulichkeit der Preise muss auf die Tagesordnung gesetzt werden“, verlangt beispielsweise der für Pharmapolitik in der Unionsfraktion zuständige Abgeordnete Michael Hennrich (CDU). Änderungen deuten sich auch bei Feinheiten der Nutzenbewertung, etwa für Kinderarzneien, an.

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Verpflichtende Langzeitkontrolle von Arzneimitteln

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung hat sich für eine verpflichtende Langzeitkontrolle von Arzneimitteln ausgesprochen. Insbesondere neue Medikamente bergen demnach große Risiken für die Patienten, denn auch nach der Zulassung können bislang unbekannte schwere Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen auftreten, die zum Zeitpunkt der Zulassung noch wenig bekannt sind.

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Sonderärztetag

Der Sonderärztetag zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) findet am 23. Januar 2016 in Berlin statt. Diesen Termin hat die Bundesärztekammer (BÄK) gestern bekannt gegeben. Die BÄK hat mit den Kostenträgern PKV und Beihilfe über ein GOÄ-Reformkonzept verhandelt. Der Sonderärztetag ist satzungsgemäß erforderlich, weil die Delegiertenversammlungen von 3 Landes-Ärztekammern ihn beantragt haben. Offenbar fühlen sich viele Ärzte noch nicht hinreichend über das neue Konzept informiert.

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Fritz Beskes allerletztes Buch

Der 93-jährige Doyen der deutschen Gesundheitswissenschaft, Professor Fritz Beske, hat sich mit der Vorstellung seines „letzten“ Buches am vergangenen Donnerstag aus der aktiven Tätigkeit verabschiedet. Die Ärzte Zeitung stellte die wesentlichen Thesen vor.

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Leistungskennzahlen zur Gesundheitsversorgung

Die „Frankfurter Rundschau“ befasste sich in der gestrigen Ausgabe mit aktuellen Statistiken und Leistungskennzahlen zur Gesundheitsversorgung in Deutschland. Demnach suchten neun von zehn Erwachsenen mindestens einmal pro Jahre eine Arztpraxis auf. Allerdings würde die Hälfte aller Arztkontakte auf rund 16 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten entfallen. Für die laufenden Gesundheitsausgaben und Investitionen in das Gesundheitssystem seien 2013 insgesamt 314,9 Milliarden Euro ausgegeben worden (BIP: 11,2 %).

Häufigste Todesursache bleiben mit knapp 40 Prozent Herz-Kreislauf-Erkrankungen – bei weniger Neuerkrankungen und Sterbefällen. Bei Krebs, der mit rund 20 Prozent zweithäufigsten Todesursache, ist die Sterblichkeit durch Frühdiagnosen und bessere Therapien zurückgegangen.

Infektionskrankheiten bleiben ein Risiko. Unter anderem stiegen zuletzt Hepatitis-C- und HIV-Infektionen wieder an. Besorgnis errege die zunehmende Ausbreitung an Antibiotika-Resistenzen. Ebenfalls bedenklich sind sinkende Impfquoten. In gewissen Regionen sei etwa bei Masern der „Herdenschutz“ nicht mehr garantiert.

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Deutsche werden immer älter und daher auch kränker

Die Deutschen werden immer älter und daher auch kränker, doch die Mehrheit fühlt sich blendend. Etwa drei Viertel schätzen ihre Gesundheit als gut oder sogar als sehr gut ein. Das geht aus dem Bericht Gesundheit in Deutschland 2015 hervor, den das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) gestern vorgestellt haben. Als Reaktion auf die weite Verbreitung der Zuckerkrankheit Diabetes soll am RKI ein landesweites Diabetes-Überwachungssystem eingerichtet werden.

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Zweifel an der verfassungsrechtlichen Legitimität des GBA

Nach einem Vortrag des Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Ferdinand Kirchhof, werden die Zweifel an der verfassungsrechtlichen Legitimität des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) größer. Das Gericht werde in Kürze über die Verfassungsbeschwerde einer Frau entscheiden, die die Erstattung eines vom GBA als untauglich eingestuften Medizinprodukts erzwingen will. Der Vortrag Kirchhofs zeige, dass dieser die Festlegung über Leistungen der Krankenkassen für nicht demokratisch legitimiert halte. Laut Beobachtern sei dies ein Hinweis auf das zu erwartende Urteil. Es sei hingegen unwahrscheinlich, dass Kirchhof nicht den Senat hinter sich habe und ein eigenes Minderheitenvotum verfassen werde.

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