Ambulante Notfallversorgung bleibt bei den niedergelassenen Ärzten

Bundesgesundheitsminister Gröhe hat Bestrebungen der Krankenhäuser, den Sicherstellungsauftrag für die ambulante Notfallversorgung zu übernehmen, eine klare Absage erteilt. Das wäre das falsche Signal, sagte er zur Eröffnung des 38. Deutschen Krankenhaustages. „Es ist richtig, dass der Sicherstellungsauftrag bei den niedergelassenen Ärzten bleibt und es eine Kooperationsverpflichtung gibt“, stellte Gröhe klar. Es müsse vor Ort entschieden werden, ob ein Patient besser von niedergelassenen Ärzten versorgt wird oder ob er eine spezialisierte Betreuung in der Klinik braucht.

Startseite

OECD zum deutschen Gesundheitssystem

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland bewegt sich im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau, weist aber Schwächen auf. So fasst die F.A.Z. einen am Mittwoch vorgestellten Vergleich der Gesundheitssysteme der Industrieländerorganisation OECD zusammen. Deutschland habe demnach in drei Bereichen Verbesserungsbedarf:

  • Gesundheitsvorsorge
  • Hausarztversorgung
  • Genügend Personal für die alternde Gesellschaft.

Positiv hebt der OECD-Bericht die vergleichsweise kurzen Wartezeiten für Patienten in hervor. Auch müssten sie relativ wenig zuzahlen und hätten gute Wahlmöglichkeiten.

Hier geht´s zum OECD-Papier

Startseite

Bundestagsabstimmung über Krankenhausreform der Bundesregierung

Der Bundestag wird heute über die Krankenhausreform der Bundesregierung abstimmen. Zukünftig sollen die 2000 deutschen Kliniken u.a. durch einen Pflegezuschlag und dem Pflegestellenförderprogramm bis zu 830 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr erhalten, um dauerhaft mehr Pflege-Personal zu beschäftigen. In der Berliner Morgenpost bezeichnet der Deutsche Pflegerat die zusätzlichen finanziellen Mittel als unzureichend. Nach eigenen Schätzungen würden bis zum Jahr 2020 alleine 100.000 Stellen in der Krankenhauspflege fehlen.

Startseite

Weitere Details der neuen Gebührenordnung

Die „Ärzte Zeitung“ berichtet unter Verweis auf den „Entwurf“ des zwischen Ärzten und PKV verhandelten Paragrafenwerks der neuen GOÄ über weitere Details der neuen Gebührenordnung. So soll die Steigerung des einfachen Gebührensatzes nur noch unter vorher genau festgelegten Umständen um den Faktor 2 möglich sein. Zudem sollen Ärzte nur noch Leistungen abrechnen dürfen, für die sie „nach Maßgabe des Weiterbildungsrechts grundsätzlich die fachliche Qualifikation“ besitzen. Geplant sei auch eine „Gemeinsame Kommission zur Weiterentwicklung der GOÄ“, die regelmäßig Empfehlungen zur Anpassung und Weiterentwicklung der GOÄ geben soll. Kritisch sieht das der CDU-Gesundheitsexperte Rolf Koschorrek: „Eigentlich wäre das Aufgabe von Gerichten.“ Die „Ärzte Zeitung“ kommentiert: Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient bei der Privatbehandlung werde voraussichtlich stärker reglementiert werden wird, als das bisher der Fall war.

Startseite

Streit um die neue Gebührenordnung

Der Streit um die neue Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) spitzt sich weiter zu. Der Vorsitzende des Spitzenverbands der Fachärzte, Dirk Heinrich, lehnte die von Bundesärztekammer und PKV-Verband geleistete Vorarbeit rundweg ab: „Wenn es dort Öffnungsklauseln gegenüber dem Mindestsatz gibt, wenn Honorarsteigerungen … nicht mehr möglich sind und die Inflation der vergangenen 20 Jahre nicht berücksichtigt wird, dann brauchen wird die nicht“, sagte Heinrich der FAZ. Dann wäre es besser, trotz der bekannten Schwächen, die alte GOÄ zu behalten.

Startseite

Wieder einmal: Elektronische Gesundheitskarte

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass bei Ärzteschaft und Gesetzlichen Krankenkassen Einigkeit darüber herrsche, dass die Hersteller der Geräte daran schuld seien, dass die elektronische Gesundheitskarte nicht vorankomme. Angesichts der Verzögerungen sei klar, dass sich die für nächsten Juli geplante flächendeckende Anwendung der Gesundheitskarte verschieben werde, so der Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Dass indes Ärzte und Kassen abgestraft würden, weil die Anbieter ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht einhalten könnten, sei nicht gerechtfertigt, argumentiert der GKV-Spitzenverband.

Startseite

Der Patient nicht auf Augenhöhe?

Angesichts der immer größeren Zahl von „Selbstoptimieren“ müsse das Gesundheitswesen die medizinische Kompetenz der Menschen fördern. Nach Meinung von Fachleuten fahre der Gesetzgeber aber stattdessen in „paternalistischer Manier“ fort, die Patienten nicht als autonom anzusehen.

Startseite

Kassenärzte finden weniger Gehör in Berlin

Die ambulante Versorgung werde als Folge der Klinikreform geschwächt, beklagt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen- Lippe (KVWL), Dr. Wolfgang-Axel Dryden. Während die Vertragsärzte bei den Berliner Politikern kaum noch Gehör fänden, gelinge es der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), ihre Interessen durchzusetzen. Vor allem die Durchsetzungsfähigkeit beim Krankenhausstrukturgesetz sei angesichts der Folgen für die Vertragsärzte und Krankenkassen ein „Meisterstück“. Das Krankenhausstrukturgesetz sei der jüngste Beleg für die „offene Erosion des Sicherstellungsauftrags und den Abstieg der inhabergeführten Arztpraxis“, so Dryden.

Startseite

KBV wehrt sich gegen Portalpraxen an Kliniken

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wehrt sich gegen das geplante System von Portalpraxen an Kliniken für die ambulante Notfallversorgung. In einem am 27. Oktober 2015 verbreiteten Schreiben an Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) warnt die KBV vor „massiven Fehlanreizen“ in der Notfallversorgung zu Lasten des ambulanten Sektors. Die Ärztevertreter stützen sich dabei auf Studienergebnisse, nach der jedes Jahr 3,7 Mio. Krankenhausfälle mit einer koordinierten Versorgung vermieden und dadurch rund 7,2 Mrd. Euro an Kosten im stationären Sektor gespart werden könnte. Quelle: Ärzte Zeitung

Hier geht’s zur Studie

Startseite

Akademie für Allgemeinmedizin

Nachdem die Bundesärztekammer die Akademie für Allgemeinmedizin aufgelöst hat, fürchtet der Hausärzteverband eine weitere Degradierung der Allgemeinmedizin, berichtet die Ärzte Zeitung.

Der Verband werde „das Heft nun selbst in die Hand nehmen“ und eine eigene Akademie gründen. Angesichts des Versagens der KV-Politik und der Ärztekammern müssten die Hausärzte im Bereich der Weiter- und Fortbildung wie auch bei den HZV-Verträgen ihren eigenen Weg konsequent weiter gehen und ausbauen, so Hauptgeschäftsführer Eberhard Mehl.

Startseite

Ärzte 4.0 – ändert die Digitalisierung die Rolle des Arztes für den Patienten?

Eine jüngere Umfrage der Bertelsmann Stiftung ergab, dass inzwischen 38 Prozent der Deutschen bei aktuellen Gesundheitsfragen im Internet nach Rat suchen. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Die FAZ schrieb vor einigen Tagen: „Je mehr das „Krankheiten-Googeln“ zum Volkssport wird, desto stärker stellt sich für Politik und Mediziner die Frage nach der Qualität des Angebots“. Das ist eine berechtigte Frage.

Berechtigt ist aber auch die Frage danach, was dieses Patientenverhalten mit dem Verhältnis zwischen Arzt und Patient macht. Nicht wenige Mediziner bemerken seit einiger Zeit, dass ihre Patienten misstrauischer sind als früher und sich nicht mehr alleine auf die Meinung ihres Arztes verlassen wollen. Wird der Arzt im Zuge der anhaltenden Digitalisierung stärker zum Dienstleister, zu einer Informationsquelle neben vielen anderen? Ärzte sind gut beraten, diese Entwicklung kritisch zu beobachten und entsprechend zu begleiten. Denn eines ist klar: Das Arzt-Patienten-Verhältnis wird loser, je mehr die Digitalisierung aus Seiten der Patienten um sich greift.

Mehr als je zuvor erscheint es ratsam, über ein systematisches Patienten-Management nachzudenken – doc.advisory kann hier helfen.

Startseite

Ärzte fürchten Baby-Boomer

So titelt heute das Hamburger Abendblatt. Die Babyboomer kommen in die Jahre. Sie sind jetzt zwischen 50 und 55 Jahren alt und stehen gewissermaßen vor den Türen der orthopädischen Praxen. Im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin warnt dessen Präsident Prof. Michael Nerlich vor einem „Baby-Boomer-Tsunami“, der über das deutsche Gesundheitswesen zu fegen droht – mit volkswirtschaftlichen Konsequenzen. Die Generation zeichne sich durch Bewegungspassivität und entsprechend hohen Anteil an Zivilisationskrankheiten aus.

Startseite

Wieder einmal – Krankenversicherungen: PKV vs. GKV

Auch wenn in politischen Kreisen immer wieder die Idee einer Fusion von GKV und PKV auftauche, wäre dies nicht das Ende der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), erklärte Dr. Thorsten Vogel, Leiter der Abteilung Ökonomie beim Institut des Bewertungsausschusses, anlässlich eines Symposiums zur medizinischen Versorgung. Versicherte müssten die Möglichkeit haben, über den vereinbarten Leistungskatalog hinaus Leistungen in Anspruch nehmen zu können, so Vogel weiter.

Der Leistungsumfang für Privatversicherte sei viel breiter als in der GKV. Der Arzt habe einen größeren Entscheidungsspielraum und werde nicht durch das Wirtschaftlichkeitsgebot begrenzt. Andererseits sei die GKV an umfangreiche Maßnahmen der Qualitätssicherung gebunden. Hier laufe die PKV im Windschatten der GKV, so berichtet die Ärzte Zeitung.

Startseite

Kompetent als Patient

Sich im deutschen Gesundheitswesen zurechtzufinden, das überfordert immer mehr Menschen, so die Stuttgarter Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. „Das Gesundheitssystem differenziert sich immer weiter aus, und es wird immer schwieriger, die Strukturen zu überschauen“, so Doris Schaeffer, Professorin für Gesundheitswissenschaften der Uni Bielefeld. Schaeffer erforscht unter anderem, wie es um die Gesundheitskompetenz der Deutschen steht.

Das Internet könne dabei helfen, sich zu informieren, allerdings seien Informationen allein wenig hilfreich. Viele Patienten hätten Schwierigkeiten, im Netz seriöse Information von einseitiger zu unterscheiden. Zudem gebe es im Gesundheitswesen nie ein klares Ja oder Nein.

Nach unserer Auffassung geht es vor allem darum, die Qualität der Information zu bewerten und auf dieser Basis die verschiedenen Risiken abzuwiegen. Das ist die Kernaufgabe der Ärzte und diese lässt sich nicht durch das Internet ersetzen. Hier bedarf es eines klaren Blicks auf die Kommunikation mit dem Patienten. Wir bei doc.advisory begleiten Ärzte und ihre Praxisteam beim Aufbau eines vertrauensvollen Patienten-Managements.

Startseite

Zeitbombe Alzheimer?

In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Alzheimer, berichtet heute die Neue Ruhr Zeitung. Nach Angeben der gesetzlichen Krankenkasse KKH seien im vorigen Jahr 56% mehr Versicherte an Alzheimer erkrankt als noch im Jahr 2009. 77%der neu Erkrankten waren 75 Jahre oder älter. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Zahl Pflegebedürftiger insgesamt forderte der PKV-Verband, eine Professionalisierung der Pflegeberufe. Bei durchschnittlich 1,3 Kindern pro Familie werde es immer weniger Menschen geben, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern könnten.

Startseite

1 2 3 4