Medizinern drohen Millionenkosten

Unter dieser Überschrift berichtet die Hannoversche Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 9. Oktober darüber, dass möglicherweise alle Lesegeräte für die elektronische Gesundheitskarte ausgetauscht werden müssen.

Hintergrund seien Bedenken des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Demnach habe sich inzwischen herausgestellt, dass die bisherigen Kartenlesegeräte, mit denen Ärzte sensible Patientendaten ein- und auslesen können, nicht ausreichend vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt seien. Als neuralgischer Punkt erweise sich das Gehäuse der knapp 400 Euro teuren elektronischen Geräte. Die bislang verwendeten Plastikhüllen sind nicht in der Lage, Daten abzuschirmen und Hacker davon abzuhalten, in die Krankenakten von Patienten Einsicht zu nehmen.

Für die rund 200 000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland bedeuten das technische und finanzielle Belastungen. Es ist damit zu rechnen, dass im Zuge der geplanten digitalen Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Apotheken ab Mitte kommenden Jahres sämtliche Kartenlesegeräte ausgetauscht werden müssen. Kosten: fast 100 Millionen Euro.

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Der ärztliche Zweitbefund – auch ein Zeichen mangelnden Vertrauens

Die Ärzte Zeitung berichtet aktuell, dass 75% der gesetzlich Versicherten vor einer planbaren Krankenhausbehandlung die Meinung eines zweiten Arztes einholen würden. Das sei das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Wissenschaftlichen Instituts für Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen der Techniker Krankenkasse (TK). 27% der befragten Patienten hätten „manchmal oder sogar häufig den Eindruck, dass ein Arzt eine unnötige Behandlung oder Untersuchung empfiehlt“.

Die AOK informiert auf ihrer Webseite unter dem Titel „Die ärztliche Zweitmeinung – mehr Sicherheit und Vertrauen“ über die Möglichkeiten des ärztlichen Zweitbefundes – spricht aber zugleich auch den Kern des Themas an: Sicherheit und Vertrauen!

Fühlt sich der Patient bei seinem behandelnden Arzt sicher und vertraut er ihm, so ist in sehr vielen Fällen die zweite Meinung nicht notwendig.

Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit sind aber Themen, die von einer guten Praxisorganisation und einer passenden Patientenkommunikation maßgeblich abhängen.

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